Susanne Brand Moorschlag 7 24866 Busdorf Telefon: 0173-6878050 E-Mail: brand@sinnvoll-essen.de
 
 

Entspannung



° Entspannung nach Jacobsen

° Atementspannung

° Meditation

° Phantasiereisen

° verschiedene, individuell abgestimmte Entspannung



 

Was passiert bei Stress im Körper?

Stress ist eine chemische Reaktion unseres Körpers. Wir schätzen eine Situation als gefährlich oder unkontrollierbar ein und sofort werden in unserem Körper Adrenalin und Nordrenalin in die Blutbahn ausgeschüttet.

 

Unser Körper rüstet sich zu Kampf oder Flucht, wie es bei unseren Vorfahren auch notwendig war. Wir müssen zwar heute nicht mehr gegen wilde Tiere und Mammuts kämpfen, aber dafür haben wir uns andere Angriff oder Flucht- "Feinde" ausgesucht.

So kämpfen wir gegen Reißüberflutung, Lärm, unerledigte Arbeiten zu Hause und im Beruf, Freizeitstress und andere Einflüsse.

 

Körperliche Erkrankungen durch Stress

Die Folgen der Stressreaktion lassen normalerweise schnell nach und der Körper schaltet in den Normalbetrieb zurück. Dieses Umschalten aber bleibt mitunter aus, wenn wir uns langfristig und dauerhaft unter Stress fühlen. Dann kann Stress ernsthafte körperliche Erkrankungen auslösen.

Typische Beispiele für körperliche Erkrankungen durch Stress können sein:

  • Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkt
  • Magen- und Darmprobleme wie Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre
  • Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen
  • erhöhte Infektanfälligkeit durch ein geschwächtes Immunsystem (Abwehrschwäche)
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen wie Migräne und Spannungskopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Viruserkrankungen wie Lippenherpes und Gürtelrose
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis sowie Allergien oder Asthma könnendurch Stress verstärkt werden

 

Psychische Erkrankungen durch Stress

Dauerhafter und belastend erlebter Stress löst nicht nur körperliche Erkrankungen aus, sondern schadet auch der Seele.

Beispiele für psychische Erkrankungen durch Stress oder durch Stress begünstigte Erkrankungen sind:

  •  Burnout
  •  Angst und Angststörungen
  •  Tinnitus
  •  Depressionen
  •  Nervosität, Unruhe
  •  Konzentrationsstörungen
  •  ADS und ADHS.



Ungesundes" Verhalten

Bei Menschen, die permanent unter Stress stehen,

nehmen häufig Verhaltensweisen zu, die sich zusätzlich ungünstig auf die

Gesundheit auswirken, zum Beispiel:
 

• steigt der Zigarettenkonsum

• nimmt der Alkoholkonsum zu

• seigt der Kaffeekonsum

• wird mehr, unregelmäßiger und ungesünder gegessen



 

Wege aus dem Stress

 

Erlernen einer Entspannungstechnik:

(z.B. autogenes Training oder progressive Muskelentspannung)

und regelmäßige Anwendung. Anfangs am besten täglich praktiziert.

Bei regelmäßiger Übung haben Entspannungstechniken schnell eine

positive Wirkung und Stress kommt gar nicht erst so schnell auf bzw.

lässt sich schneller wieder abbauen.

 

Regelmäßige Bewegung:

Da die körperliche Stressreaktion darauf ausgerichtet ist, den Körper

zu aktivieren und ihn auf Bewegung vorzubereiten, ist es hilfreich,

wenn man tatsächlich körperlich aktiv wird.



Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung:

Wer unter großem Stress steht, vernachlässigt häufig seine Ernährung,

so dass zu den eigentlichen Stresswirkungen auch noch die ungünstigen

Effekte einer einseitigen, unregelmäßigen Ernährung hinzukommen.

Daher sollte auch in stressigen Zeiten die Ernährung nicht vernachlässigt werden.

•Vor lauter beruflichem Stress sollte das Privatleben nicht vergessen

werden. Häufig leiden soziale Kontakte darunter. Versuchen Sie,

Kontakte zu Freunden und Familie nicht einschlafen zu lassen. Soziale

Kontakte sind in punkto Erholung ein wichtiger Faktor.
 

Hobbys und Freizeitaktivitäten kommen bei vielen Dauergestressten viel

zu kurz oder werden ganz aufgegeben, weil man das Gefühl hat, keine Zeit

mehr dafür zu haben. Dabei helfen solche außerberuflichen Aktivitäten, die

Spaß machen und die man nur für sich selbst macht, die innere Balance zu

halten.
 

Ausreichend schlafen: Im Schlaf regenerieren sich Körper und Geist und

sammeln Kräfte für den nächsten Tag. Zu wenig Schlaf kann daher

zusätzlich stressen.

 

Achtsamkeit für positive Dinge:

Wer permanent im Stress ist, dem fällt es häufig schwer, sich über

Alltagsdinge oder Erlebnisse zu freuen bzw. positive Dinge auch als

positiv wahrzunehmen. Oft bleiben nur die negativen Dinge des Tages

in Erinnerung. Hier kann ein Glückstagebuch helfen.

 

Vielseitigkeit der Lösungen:

Wenn etwa der einzige Weg zur Stressreduktion darin besteht,

berufliche oder private Anforderungen zu verringern, ist das kurzfristig

sicherlich hilfreich. Es besteht jedoch die Gefahr, sich ausschließlich

auf diese Problemlösungen konzentrieren und

dabei neuen Stress für sich schaffen. Deshalb sollten auch die anderen

Ebenen in das Stressmanagement einbezogen werden, also etwa Wege

zur Entspannung.

Andersherum ist es auf Dauer genauso wenig hilfreich,

sich ausschließlich auf Entspannungsübungen und Sport als Anti-Stress-

Strategie zu beschränken, ohne sich mit den eigentlichen Ursachen des

Stresses zu beschäftigen.


F
ür ein effektives Stressmanagement ist es wichtig, sich mit allen

Ebenen der Stressentwicklung zu beschäftigen sowie mit Wegen,

diese mit geeigneten Strategien zu verändern.










 

Literaturempfehlung:

 Achtsamkeits-Training GU Verlag Jan Thorsten Esswein

 Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern Trias Verlag Heike Höfler

 I will survive Thiele Verlag Karen Salmansohn

 Die Heilkraft des Sports Goldmann Verlag Rosi Mittermeier Christian Neureuther

 Phantasiereisen von Else Müller

 Bei angeleiteten Entspannungen am besten eine Hörprobe machen, ob du dich
    auf den Redner einlassen kannst